Grundsätzlich ist Schwimmen bei Morbus Bechterew – axSpA eine gute Möglichkeit, bei entlasteten Gelenken ein effizientes Ausdauertraining durchzuführen. Lungen- und Herzkapazität werden verbessert. Der Brustkorb ist bei der Ein- und Ausatmung gefordert und wird dadurch mobilisiert, was ideal ist für Bechterew-Betroffene.
Fragen Sie nach der idealen Schwimmtechnik, würde ich das Kraulen – ursprünglich als Krabbeln im Wasser bezeichnet – empfehlen, weil hier abwechselnd Arme und Beine bewegt werden, was dem Gehen sehr ähnlich ist. Kraulen wird als der natürlichste Schwimmstil beschrieben und der «swim-like-a-fish»-Stil ist für Menschen mit Morbus Bechterew – axSpA besonders interessant. Hier geht es darum, sich im Wasser zu entspannen, möglichst wenig herumzuspritzen und das Wasser spüren zu lernen.
Kraftvolles Schwimmen ist mit mehr Wellen, Widerstand und Energieaufwand verbunden. Da Kraul vor allem über die Arme arbeitet, werden bei diesem Stil die Schultern entlastet. Pressen Sie den Oberkörper ins Wasser, halten Sie den Kopf tief und schwimmen Sie lange in der Seitlage. Vermeiden Sie abrupte Bewegungen.
Am besten erlernen Sie Technik und Wasserlage bei der sehr langsamen Durchführung. Spüren Sie, wann Sie das Wasser packen müssen, um sich nach vorn zu ziehen. Je weniger Luftblasen Sie machen, desto effizienter und «fischähnlicher» schwimmen Sie.
Martina Kaufmann, Physiotherapeutin, MSc, OMT
Dieser Beitrag stammt aus der Rubrik «Ratgeber» der Zeitschrift «vertical». Werden auch Sie Mitglied und erhalten Sie weitere wertvolle Tipps für den Umgang mit Morbus Bechterew.