Wie Coaching beim Umgang mit Morbus Bechterew – axSpA helfen kann

Morbus Bechterew – axSpA betrifft nicht nur den Körper, wie auch Regierungsrat Pierre Alain Schnegg beim Schweizerischen Bechterew-Treffen in Bern betonte*. Die Erkrankung kann auch Fragen im Alltag, im Beruf und im sozialen Umfeld aufwerfen. Wie Coaching Betroffene dabei unterstützen kann, mit solchen Herausforderungen umzugehen, untersucht SVMB-Mitglied Sabine Schenk im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Master of Advanced Studies in Coaching.
4. September 2026

* Zum Bericht über das Schweizerische Bechterew-Treffen in Bern

Sabine Schenk kennt Morbus Bechterew – axSpA aus eigener Erfahrung. Wie viele Betroffene hat auch sie erlebt, dass die Erkrankung weit über medizinische Fragen hinausgeht. Sie kann die berufliche Leistungsfähigkeit beeinflussen, Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen erschweren oder das private Umfeld belasten. Auch der Umgang mit der Diagnose, mit Einschränkungen und mit veränderten Möglichkeiten kann herausfordernd sein.

Sabine Schenk

Coaching kann in solchen Situationen einen Raum bieten, um persönliche Fragen zu klären, eigene Ressourcen wahrzunehmen und konkrete nächste Schritte für den Alltag zu entwickeln. Es ersetzt keine ärztliche, psychologische oder therapeutische Begleitung, kann diese aber ergänzen, wenn es um Orientierung, Entscheidungen und den Umgang mit Belastungen geht.

Bei der SVMB ist Coaching in unterschiedlichen Formen bereits ein Thema. In Webinaren zum Thema «Life Design Coaching» erhalten Betroffene Impulse zum Umgang mit der Krankheit und zur bewussten Gestaltung des Alltags. Dr. sc. Lea Ettlin bietet als spezialisierte Physiotherapeutin Webinare zu Bewegungsthemen sowie individuelle Bewegungscoachings an.

Ein spezifisches Konzept für Betroffene

Sabine Schenk deckt mit ihrer Arbeit nun einen weiteren Aspekt des Themas Coaching ab. Sie entwickelt ein Konzept, das spezifisch auf Menschen mit Morbus Bechterew – axSpA ausgerichtet ist und im Rahmen von 1:1-Coachings eingesetzt werden kann. Dabei geht es um persönliche Fragen im Umgang mit der Erkrankung – etwa im Beruf, im sozialen Umfeld, beim Umgang mit Einschränkungen oder bei der Suche nach passenden nächsten Schritten im Alltag.

Häufig beginnt ein Coachingprozess mit der Klärung des Anliegens: Was beschäftigt die betroffene Person konkret? Danach werden mögliche Ziele formuliert, vorhandene Ressourcen betrachtet und erste umsetzbare Schritte geplant. Wichtig ist dabei, dass die Lösungen zur jeweiligen Person und zu ihrem Alltag passen.

Teilnehmende für Umfrage und Coachings gesucht

Für ihre Masterarbeit möchte Sabine Schenk ein Coaching-Konzept entwickeln, das möglichst nahe an den Bedürfnissen von Betroffenen ausgerichtet ist. Deshalb sucht sie Personen, die an einer kurzen Umfrage teilnehmen. Darin geht es darum, welche Themen im Umgang mit der Erkrankung besonders relevant sind und welche Formen von Unterstützung als hilfreich erlebt werden. Die Umfrage dauert rund acht bis zehn Minuten. Alle Angaben werden anonym und vertraulich behandelt.

Zudem kann in der Umfrage Interesse an einer Teilnahme an Coachings angemeldet werden, die im Rahmen der Masterarbeit stattfinden.

Weitere Informationen und den Link zur Umfrage finden Sie auf der Website von Sabine Schenk im Bereich «Masterarbeit».

Hier geht’s zu den Webinaren der SVMB.

Hier geht’s zur Terminbuchung für ein Bewegungscoaching mit der Physiotherapeutin der SVMB Dr. sc. Lea Ettlin.

Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift «vertical» Nr. 109 erschienen.