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Ist es sinnvoll, zwischen Wandertagen Biketouren zur Entlastung zu machen?

Ich plane in diesem Sommer Wanderferien. Allerdings muss ich nach zwei Tagen jeweils eine Wanderpause einlegen, weil ich sonst Knieschmerzen bekomme.
8. April 2026

Tatsächlich werden die Beingelenke beim Velofahren entlastet, weil der Sattel bis zu 75% des Körpergewichts abnimmt. Es ergibt also Sinn, zwischen Ihren Wanderungen einen Bike-Tag einzuschalten. In den Bergen könnte sich zudem ein E-Bike als hilfreich erweisen. Der Motor hilft Ihnen, Ihre ohnehin belasteten Knie gerade bei den Steigungen, die viel Kraft in den Beinen benötigen, zu schonen.

Die gleichförmigen und schonenden Bewegungen des Velofahrens wirken sich generell positiv auf die Entzündungen bei Morbus Bechterew – axSpA und bei starker Belastung aus. Wichtig ist, dass Sie ein gutes und an Ihren Körper angepasstes Fahrrad auswählen. Hier kann ein Fachhändler hilfreich sein. Es sollte einen möglichst tiefen Ein- und Ausstieg und einen gut gepolsterten Sattel haben. Die Sitzposition sollte möglichst aufrecht sein, um die Handgelenke zu entlasten.

Treten Sie mithilfe des Motors möglichst locker in die Pedale und verwenden Sie einen niedrigen Gang bei einer hohen Trittfrequenz (ca. 80 bis 100 Umdrehungen pro Minute), dann schaffen Sie knieschonend auch grössere Steigungen. Das könnte man dann auch als regeneratives Training für Ihre Beine betrachten, damit Sie am nächsten Tag Ihre Wanderungen wieder schmerzfrei geniessen können. Genau dieser Wechsel von moderater Bewegung zu Fuss und Velofahren ist ideal für die Gelenke und sorgt dafür, dass Sie jeden Tag aktiv sind.

Martina Kaufmann, Physiotherapeutin, MSc, OMT

Dieser Beitrag stammt aus der Rubrik «Ratgeber» der Zeitschrift «vertical». Werden auch Sie Mitglied und erhalten Sie weitere wertvolle Tipps für den Umgang mit Morbus Bechterew.