NSAR sind öfters gut wirksam und ausreichend für eine langjährige Remission (Krankheitsinaktivität). Bei dieser Medikamentengruppe besteht allerdings die Gefahr einer zunehmenden schlechten Verträglichkeit während des Krankheitsverlaufs bzw. des Auftretens von möglichen Kontraindikationen.
Die Medikamente dieser Gruppe können z.B. langfristig die Nierenfunktion einschränken und/oder Magenschleimhautentzündungen auslösen. Zusätzlich ist leider auch eine Verschlechterung einer vorbestehenden Herzschwäche möglich.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Nierenfunktion verschlechtert und dass eine Herzschwäche (unabhängig von diesen Medikamenten) auftritt, nimmt leider mit dem Alter zu. Deshalb ist es – vor allem bei aktiver Erkrankung und bei dauerhaftem NSAR-Bedarf – sinnvoller, NSAR rechtzeitig auf eine alternative Therapie, z.B. mit einem Biologikum, umzustellen. Biologika sind in der Regel, mit Ausnahme der leicht erhöhten Infektgefahr, besser verträglich und mit weniger Nebenwirkungen, Langzeitfolgen oder Organschäden verbunden.
Nichtsdestotrotz gibt es Fälle, bei denen eine dauerhafte NSAR-Therapie gut toleriert wird, sowie Fälle, bei denen der Einnahmebedarf niedrig bleibt, weshalb diese Patienten jahrelang oder sogar lebenslang NSAR einnehmen.
Dr. med. Chrisa Manolaraki, Fachärztin FMH für Rheumatologie, Rheuma-Basel
Dieser Beitrag stammt aus der Rubrik «Ratgeber» der Zeitschrift «vertical». Werden auch Sie Mitglied und erhalten Sie weitere wertvolle Tipps für den Umgang mit Morbus Bechterew.