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Werbespots für bessere Diagnosestellung

© Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew

Beat Schlatter macht in drei Werbespots als Pfarrer, Verkehrspolizist und Putzmann auf die wichtige Früherkennung beim Morbus Bechterew aufmerksam.

Die Diagnoseverzögerung beim Bechterew beträgt immer noch mehrere Jahre. Für die Betroffenen ist es wichtig, dass diese Zeit verkürzt werden kann. Deshalb hatte die Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew (SVMB) zusammen mit Schauspieler Beat Schlatter und rund 200 Statisten witzige Spots mit einer ernsten Botschaft gedreht: Die Bedeutung der Früherkennung und der Bewegung beim Bechterew.

Die Statisten arbeiteten mit der verantwortlichen Filmcrew zusammen und waren auch an der Premiere der Bechterew-Spots «Hochzeit», «Verkehrschaos» und «Militärflugplatz» anwesend. Die Anwesenden zeigten sich begeistert über die gekonnte und humorvolle Umsetzung. Dies im Wissen, dass trotz der mehrstündigen Anwesenheit am Drehtag schlussendlich ein Werbefilm von jeweils 45 Sekunden oder eineinhalb Minuten entstanden sind. Umso grösser war jeweils bei den Einzelnen die Freude, wenn sie sich in einem der Filmbeiträge erkannten.

«Frühe Diagnose ist wichtig»

Auch Beat Schlatter, der in sämtlichen Bechterew-Spots die Hauptrolle als Pfarrer resp. als Verkehrspolizist und Putzmann übernommen hatte, zeigte sich über die filmische Umsetzung in den Spots erfreut: Bezüglich seiner Teilnahme an den Dreharbeiten betont er: «Ich finde es sehr wichtig, dass der Bechterew früh erkannt wird. Auch habe ich schnell gespürt, dass die Filmgerberei eine hochprofessionelle Produktionsfirma ist.» Beat Schlatter lobte zudem den Einsatz der Statisten, die viel Geduld an den Tag gelegt hätten.

Tillo Spreng von der Filmgerberei GmbH war als Regisseur zuständig für die Bechterew-Werbefilme. Auch er war mit dem Resultat hoch zufrieden.

Bewegung auf jeden Fall

Dass trotz der humorvollen Umsetzung in den Spots das Leben mit Morbus Bechterew eine tägliche Herausforderung sein kann, wurde im Interview mit SVMB-Aktivmitglied Beatrice Eberlein deutlich. Sie lebt seit 28 Jahren mit der Erkrankung. Rheumatologe Dr. med. Thomas Langenegger bemerkte, dass es in der Schweiz rund 80‘000 Bechterew-Betroffene gäbe, jedoch nur etwa 10‘000 diagnostiziert seien. «Ausserdem dauert es von den ersten Symptomen bis zur Bechterew-Diagnose im Schnitt immer noch sechs Jahre», fügte er an. Im Weiteren unterstrich er vorbehaltslos die Bedeutung der Bewegung bei Bechterew-Betroffenen. «Es spielt eigentlich keine Rolle, wie Sie sich bewegen oder welche Sportart Sie treiben. Den grössten Fehler, den Sie machen können, ist, sich nicht zu bewegen.»