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top Auswirkungen auf die Betroffenen
Die meisten Betroffenen leiden häufig unter Schmerzen. Die Beweglichkeit kann duch Versteifung und Verknöcherung der Wirbelsäule und einzelner Gelenke eingeschränkt werden.

Die Mehrzahl der Bechterew-Patienten können ein weitgehend normales Leben führen. Bei einem schweren Verlauf kann es jedoch zu einer Invalidisierung kommen.

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Begleiterkrankungen
Die Augenentzündung (uveitis) gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen des Morbus Bechterew. Etwa ein Drittel der Betroffenen hat mindestens einmal eine Augenentzündung.

Neben den Augen können auch innere Organe wie Herz, Lungen, Nieren oder Leber von der Entzündung befallen werden. Dies geschieht jedoch selten.

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Dauer eines Schubs
Kurze Schübe von 1 bis 2 Wochen kommen am häufigsten vor. Es gibt aber auch Schübe, die mehrere Monate andauern können.
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Frühsymptome
Frühsymptome des Morbus Bechterew sind:
  • flüchtige und wechselnde Schmerzen am Brustbein, im Nacken, an den Rippen, am Sitzbein, im Knie oder an der Ferse
  • Schmerzen in der Brust beim Atmen, Niessen oder Husten
  • nächtliche Ruheschmerzen im Kreuz, die den Patienten aufwecken
  • Rückenschmerzen, gebessert durch Bewegung
  • morgendliche Steifigkeit der Wirbelsäule
  • Entzündungen und Schmerzen an den Knien oder Sprunggelenken
  • ischiasähnliche Beschwerden
  • Augenentzündungen
  • Störung des Allgemeinbefindens: Müdigkeit, Arbeitsunlust, Gewichtsverlust, depresssive Verstimmung
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Häufigkeit
Man kann davon ausgehen, dass 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung von der Krankheit betroffen sind.
top Medikamente
Verschiedene Medikamentengruppen kommen zum Einsatz:

Nichtsteroidale Antirheumatika, Basistherapeutika, Analgetika (allgemeine Schmerzmittel), Psychopharmaka, Muskelrelaxantien (Medikamente zur Muskelentspannung)

In der Regel werden die nichtsteroidalen Antirheumatika eingesetzt. Diese Medikamente bekämpfen die Entzündung und dämpfen die Schmerzen. Verschiedene Produkte stehen zur Verfügung. Der Betroffene muss zusammen mit dem behandelnden Arzt herausfinden, welches Medikament genügend stark wirkt und gleichzeitig gut verträglich ist.

Neue Medikamente, die unter dem Begriff «TNF-alpha-Blocker» bekannt geworden sind, zeigen in schweren Fällen, bei denen alle anderen Medikamente versagten, vielversprechende Wirkungen. Sie sind aber sehr teuer, und die langfristigen Risiken sind noch nicht bekannt. Dennoch konzentrieren sich die Hoffnungen auf die Weiterentwicklung dieser Basismedikamente, da sie möglicherweise in der Lage sind, die Krankheit zum Stillstand zu bringen und Versteifungen zu verhindern.

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Nebenwirkungen der Medikamente
Die Antirheumatika können meist ohne Probleme mit anderen Medikamenten kombiniert werden. Vorsicht geboten ist bei blutverdünnenden Mitteln oder bei Medikamenten zur Behandlung der Zuckerkrankheit. Es ist in jedem Fall ratsam, den behandelnden Arzt über andere Medikamente, die eingenommen werden müssen, zu informieren.

Die meisten Nebenwirkungen der klassischen Antirheumatika treten im Bereich des Magen-Darm-Traktes auf: saures Aufstossen, Magenschmerzen, Brechreiz, Durchfall, Verstopfung. Weiter kommen Kopfschmerzen, Hautausschläge und Schwindel vor. Es wurden schon Veränderungen des Blutbildes und Leberschäden beobachtet.

Cox-2-Hemmer sind Weiterentwicklungen der klassischen NSAR. Sie zeigen geringere Nebenwirkungen im Magendarmtrakt auf. Allerdings werden auf Grund der Nebenwirkungen auf den Herzkreislauf einzelne Präparate nicht mehr verkauft.

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Schwangerschaft
Es ist durchaus möglich als Bechterew-Patientin Mutter zu werden. Am besten wird der Kinderwunsch mit dem betreuenden Arzt besprochen. Auskunft zu allen Fragen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Morbus Bechterew gibt auch die Website des Zentrums für Mütterberatung und Familienplanung bei Rheumaerkrankungen: www.insel.ch/muetterzentrum-ria/
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Ursache
Die Ursache des Morbus Bechterew ist unbekannt.
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Vererbung
Der Morbus Bechterew tritt in zahlreichen Familien gehäuft auf. Das deutet darauf hin, dass bei dieser Krankheit Erbfaktoren beteiligt sind.

Bei rund 95% der Betroffenen ist der Erbfaktor HLA-B27 vorhanden, obwohl dieser nur bei 8% der gesunden Bevölkerung auftritt. Die genaue Bedeutung dieses Erbfaktors ist aber noch nicht geklärt.

Kinder von Bechterew-Patienten haben ein leicht erhöhtes Risiko, später an der gleichen Krankheit zu leiden.

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Verwandte Krankheiten
Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die ähnliche Symptome erzeugen wie der Morbus Bechterew. Sie werden unter dem Begriff «Spondyloarthritiden» zusammengefasst. Dazu gehören die folgenden Krankheiten: Psoriasis-Arthritis, Morbus Behçet, akute anteriore Uveitis, reaktive Arthritis, juvenile chronische Arthritis, Morbus Whipple, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Morbus Reiter.